Coronavirus - Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen


Die Verbreitung des Corona-Virus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern sie bereitet auch zunehmend der Wirtschaft Sorgen. Auch Unternehmen in Hessen sind mit unterbrochenen Lieferketten, verzögerten Zahlungen und sinkendem Konsum konfrontiert. Hier erfahren Sie mehr über die Unterstützungsmöglichkeiten für hessische Unternehmen.

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus

Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen finden Sie unter diesem Link.
Corona-Checkliste der hessischen Industrie- und Handelskammern – mit strukturierten Hinweisen u.a. zur Liquiditätssicherung und zur Entschädigung bei Tätigkeitsverbot.

Liquiditätssicherung

Die Auswirkungen des Corona-Virus können die Liquidität einiger Unternehmen belasten. Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Hessen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung.
 
Die Förderberater der hessischen Industrie- und Handelskammern informieren und beraten individuell und diskret über Förderinstrumente. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.
 
Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen vergibt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) bzw. werden von der Bürgschaftsbank Hessen besichert. Auf den jeweiligen Internetseiten finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner.
Sollten Sie allgemeine Informationen benötigen, hilft Ihnen die WIBank gerne weiter:
WIBank Servicecenter: 0611 774-7333 (Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr)
Grundsätzlich gilt: Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch eine Hausbank.

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. Ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich. Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Kurzarbeitergeld: Informationen für Arbeitgeber.
Servicehotline für Arbeitgeber: 0800 45555 20

Unterstützung für von Quarantäne betroffene Betriebe

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) unter Quarantäne gestellt wird bzw. abgesondert wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall.  
Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens 6 Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Lohnfortzahlung zu übernehmen.  Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag bei der zuständigen Behörde erstattet, wenn die gesetzlich geforderten Voraussetzungen vorliegen. In Hessen sind die Gesundheitsämter zuständig.
Selbstständig Tätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt.
Umfangreiche Informationen zu den Voraussetzungen und dem Verfahrensablauf zur Entschädigung bei Tätigkeitsverbot finden sich auf der Seite von Service Hessen