Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz muss unbürokratische in die Praxis umgesetzt werden

07. Juni 2019 – Statement von Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), anlässlich des Beschlusses des Deutschen Bundestages zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz:
„Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz nimmt überfällige Weichenstellungen für die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte vor. Angesichts der aktuell 184.000 fehlenden Fachkräften in Hessen muss das neue Gesetz jetzt unbürokratisch und zügig in die Praxis umgesetzt werden. Andernfalls verfehlt es sein Ziel, dem Fachkräfteengpass durch Zuwanderung berufliche Qualifizierter entgegenzuwirken. Unternehmen dürfen nicht an langen Visa-Antragsverfahren und komplizierten Prozessen scheitern, wenn sie beruflich Qualifizierte aus aller Welt beschäftigen möchten.

Alleine durch Investitionen in Aus- und Weiterbildung, die Stärkung der dualen Ausbildung und bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Fachkräftemangel in Hessen nicht zu beheben. Ausländische Fachkräftepotenziale müssen stärker als bisher genutzt werden.

Gelingt das nicht, droht Hessens Wirtschaft nach aktuellen Berechnungen des HIHK bis zum Jahr 2030 ein kritisches Szenario: jede siebte von den Unternehmen angebotene Stelle bliebe dann unbesetzt.“