Reform der Grundsteuer: HIHK wirbt für Flächenmodell in Hessen

18. Oktober 2019 – Zur heute im Deutschen Bundestag verabschiedeten Reform der Grundsteuer erklärt Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK):
„Die Reform der Grundsteuer ist aus Sicht der hessischen Unternehmen noch kein großer Wurf. Das vorgesehene Bundesmodell ist für Firmen sehr bürokratisch und oftmals nicht nachvollziehbar. Wir begrüßen aber, dass mit der Öffnungsklausel die Möglichkeit für eine einfache und transparente Umsetzung auf Ebene der Bundesländer geschaffen wurde. Damit kann in Hessen ein einfaches und bürokratiearmes Flächenmodell realisiert werden.“
„Aus Sicht der Wirtschaft ist das wertunabhängige Flächenmodell die richtige Lösung, weil es Bürokratie für Unternehmen und Verwaltung reduziert. Die Steuerverwaltung kann dabei auf vorhandene Flächenangaben zu Boden und Gebäuden zurückgreifen. So ließe sich die Steuer gut digital abbilden. Damit könnte Hessen auch im Standortwettbewerb punkten.“
„Die Reform der Grundsteuer darf nicht zu Steuererhöhungen oder Verschiebungen zu Lasten der gewerblichen Wirtschaft führen. Das politische Versprechen der Aufkommensneutralität muss eingehalten werden.“