CO2-Reduktion in Hessen: Wirtschaft unterstreicht Erfolge, setzt auf Technologie und Innovation

26. Mai 2020 - Anlässlich des heute veröffentlichten Berichts zu den CO2-Emissionen in Hessen 2018, der vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgegeben wurde, äußert sich Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages:
„Die Zahlen zeigen: Wir haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte bei der Reduktion der CO2-Emissionen in Hessen gemacht. Gegenüber dem Vorjahr nahmen die CO2-Emissionen um gut 5 Prozent ab, im Vergleich zu 1990 sogar um gut 20 Prozent. Und das trotz des gleichzeitigen Wirtschafts- und Wohlstandswachstums. Die hessische Wirtschaft hat dazu einen großen Anteil beigetragen. Der Bericht unterstreicht, dass Hessens Unternehmen wichtige Partner bei der Energiewende und im Klimaschutz sind.
Die Corona-Krise führt uns schonungslos vor Augen: Die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und damit auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sind nicht selbstverständlich. Sie gilt es zu schützen – auch vor zu starrer Regulierung. Statt mehr klima- und umweltpolitischer Vorgaben benötigen wir verstärkte Investitionen in die Infrastruktur, Anreize für emissionsarme Produkte und Dienstleistungen und mehr Forschungs- und Entwicklungs-Förderprogramme. Deutschland ist zudem ein Höchststrompreis-Land. Wir brauchen ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft. Die Gefahr einer weiter steigenden EEG-Umlage und höherer Netzentgelte bereitet unseren Mittelständlern große Sorgen.
Die hessische Wirtschaft bekennt sich klar zum Klimaschutz. Er kann nur mit der Wirtschaft gestemmt werden. Darum gilt es, die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der hessischen Unternehmen zu nutzen und zu unterstützen. Wir sollten auf Technologie und Innovation setzen, nicht auf Regulierung und Verbote. Auf positive Anreize, nicht auf Technologievorgaben oder branchenspezifische Einsparziele.“