Digitalpakt Schule: Hessische Wirtschaft fordert von Schulträgern Planungskapazitäten und IT-Support

3. Dezember 2019 - Das Hessische Kultusministerium hat die Förderrichtlinie zur Umsetzung des Digitalpakts Schule veröffentlicht. Dazu äußert sich Dr. Brigitte Scheuerle, Expertin für Berufliche Bildung beim Hessischen Industrie- und Handelskammertag: 
„Die heute veröffentlichte Förderrichtlinie konkretisiert die Umsetzung des Digitalpakts für die Schulträger. Die hessische Wirtschaft fordert die zuständigen Schulträger dazu auf, bei der Beantragung ausreichend Kapazitäten und Mittel für die Planung und einen professionellen IT-Support zu berücksichtigen. Nur so können die Berufsschulen, die Auszubildenden und die Wirtschaft von den Investitionen in die Digitalisierung profitieren. 
Der administrative Aufwand muss für die Berufsschulen auf das Nötigste reduziert werden, damit sie ihrer Kernaufgabe ‚guten Unterricht machen‘ auch künftig nachkommen können. Ein professioneller IT-Support hält den Lehrkräften den Rücken frei. 
Auf die Veröffentlichung der Förderrichtlinie haben die Berufsschulen und die gewerbliche Wirtschaft lange gewartet. Hessen gehört zu den letzten Bundesländern, die den Digitalpakt Schule konkret umsetzen. 
Die Mittel des Digitalpakts werden in den Berufsschulen besonders dringend gebraucht. Berufsschüler treffen schon heute als Auszubildende auf eine von der Digitalisierung geprägte Arbeitswelt. Das Geld aus dem Digitalpakt sollte daher verstärkt in die Berufsschulen fließen. In ihnen ist der Investitionsbedarf im Bereich Digitalisierung oft besonders groß.“