10 Thesen für eine zukunftsorientierte Industriepolitik

19. September 2019 - Hessens Industrie legt einen wesentlichen Grundstein für Wohlstand und Innovation im Land. 1.400 hessische Industriebetriebe beschäftigen 372.000 Menschen, erwirtschaften einen Umsatz von 115 Mrd. Euro im Jahr und erreichen ein Exportvolumen von 65 Mrd. Euro. Darauf macht Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), anlässlich der „Woche der Industrie“ aufmerksam. 
Damit der Industriestandort auch künftig international wettbewerbsfähig bleibt, brauche es Veränderungen. „Wir sehen es tagtäglich am Zustand unserer Straßen und Schienen: Mehr Investitionen sind nötig – auch in ländlichen Regionen. Ohne gute Verkehrsanbindung, leistungsfähige digitale Netze und erschlossene Industrie- und Gewerbeflächen geht es nicht. Obendrein macht uns der Fachkräftemangel große Sorgen“, sagt Flammer. Darüber hinaus fordert der HIHK schnellere und rechtssichere Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturvorhaben, Gewerbe- und Industrieansiedlungen und Industrieanlagen. Der HIHK-Präsident wendet sich zu diesen Themen auch in einem Schreiben an die hessische Landespolitik.
Die Industriebetriebe seien ein wichtiger Teil der Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen. „Sie handeln verantwortungsbewusst und sind bei den Themen Energieeffizienz und Reduzierung der CO2-Emissionen bereits große Schritte vorangegangen“, führt Flammer weiter aus. Hessens Wirtschaft begrüße mehr wirksamen Klimaschutz. Neun von zehn Unternehmen befürworten grundsätzlich zusätzliche Maßnahmen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Bei den politischen Weichenstellungen komme es laut Flammer aber darauf an, die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft nicht zu überlasten. Sonst würde der Wirtschaftsstandort Hessen Schaden nehmen. 
Die vollständigen 10 Thesen für eine zukunftsorientierte Industriepolitik in Hessen finden Sie hier.
Hintergrund: Vom 9. bis 24. September 2019 findet die bundesweite „Woche der Industrie“ statt. Unter dem Motto #Industrieverbindet kommen deutschlandweit Menschen mit den Akteuren der Industrie ins Gespräch, um über die Zukunft der Industrie zu sprechen. Die „Woche der Industrie“ wird initiiert vom Bündnis „Zukunft der Industrie“. Darin haben sich Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, Kammern und Gewerkschaften sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zusammengeschlossen. 2019 steht die Aktionswoche unter dem Motto "Industrie verbindet". So soll die Integrationskraft der Branche zum Ausdruck kommen; Industrie verknüpft durch Produkte Menschen, Ökonomie mit Ökologie, Deutschland mit der Welt, Analoges mit Digitalem.