HIHK zum Hessischen Mobilitätskongress: Ohne leistungsfähige digitale Infrastrukturen kein smarter Verkehr

16. September 2019 – Anlässlich des heute stattfindenden Hessischen Mobilitätskongresses 2019, der sich vor allem mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Mobilität befasst, äußert sich Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK):
„Künstliche Intelligenz ist auch für die Mobilität in Hessen eine große Chance. Sie kann den Verkehr effizienter, umweltfreundlicher und sicherer machen. Autonomes Fahren, intelligente Verkehrssteuerung und die bessere Anbindung ländlicher Regionen sind nur einige der zahlreichen Anwendungsbeispiele für die Mobilität von morgen. Damit hessische Unternehmen zu den Gestaltern und Gewinnern dieser Zukunft gehören, muss die Politik zügig Rechtssicherheit, digitale Infrastrukturen und ein innovationsfreundlicheres Klima schaffen.
Daten sind der Rohstoff für künstliche Intelligenz und damit auch für neue Mobilitätskonzepte. Viele Unternehmen fühlen sich bei der wirtschaftlichen Nutzung von Daten aber weiterhin unsicher. Diese Rechtsunsicherheit hemmt Innovationen. Die hessischen Unternehmen brauchen daher Verlässlichkeit und ein Mehr an Transparenz, auf welcher rechtlichen Basis Daten genutzt oder geschützt werden können. 
Ohne leistungsfähige digitale Infrastrukturen wie Glasfaser und 5G kann künstliche Intelligenz den Verkehr nicht smarter machen. Hessens Wirtschaft begrüßt die Initiativen der Landesregierung zum Ausbau von Mobilfunk- und Breitbandnetzen. Die Unternehmen im Land benötigen eher heute als morgen flächendeckend gigabitfähige Anschlüsse und eine lückenlose Netzabdeckung. Die Anstrengungen für den Ausbau dürfen daher nicht nachlassen.
Der Bund, das Land Hessen und die hessischen Kommunen sollten gemeinsam mit der Wirtschaft Digitalisierungsziele im Verkehr definieren, einen Zeitplan zur Umsetzung aufstellen und vor allem: schnell anpacken!“
Hintergrund: Eine DIHK-Studie zum Thema Autonomes Fahren kommt zu dem Ergebnis, dass für die deutsche Volkswirtschaft bis 2030 positive Effekte von mindestens 8 Milliarden Euro jährlich allein aus dieser neuen Technologie entstehen könnten. Die Zahl der Verletzten und Getöteten könnte sich um 10% und die Höhe der CO2-Emissionen um 6,2 Millionen Tonnen verringern.