Berufsbildungsbericht der Bundesregierung

11. April 2019 - Anlässlich des gestern veröffentlichten Berufsbildungsberichts der Bundesregierung äußert sich der Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK), Robert Lippmann:
„Der Berufsbildungsbericht der Bundesregierung zeigt: Die positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt setzt sich fort. Im zweiten Jahr in Folge schlossen die Betriebe mehr Ausbildungsverträge ab als im Jahr zuvor. Auch in Hessen läuft es mit insgesamt mehr als 38.000 neuen Ausbildungsverträge und einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr rund. Aber: Der Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu. Zuletzt bekam fast jedes zehnte IHK-Unternehmen keine einzige Bewerbung mehr. Besonders schwer ist es für kleine Unternehmen, Azubis für sich zu gewinnen.  
Die hessische Wirtschaft engagiert sich intensiv, mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung zu begeistern. Fast 80 Prozent der Unternehmen unterstützen leistungsschwächere Azubis auf dem Weg zur Abschlussprüfung. Viele Betriebe bieten außerdem Zusatzqualifikationen schon während der Ausbildung oder geben ihren Auszubildenden die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu verbringen. Für eine Stärkung der Beruflichen Bildung ist aber ein deutliches Mehr an umfassender und praxisnaher Berufsorientierung in der Schule notwendig. Vor allem an den Gymnasien wird immer noch zu wenig über die vielfältigen Chancen einer Beruflichen Bildung informiert. In der Folge beginnen zu viele junge Menschen ein Studium, die in der betrieblichen Ausbildung besser aufgehoben wären. Hier muss gegengesteuert werden."