Bürokratieabbau in Hessen

Zweites Gesetz muss zusätzliche Entlastung bringen

Wiesbaden, 25. Juni 2026
Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) begrüßt zentrale Vorhaben der hessischen Landesregierung zum Bürokratieabbau anlässlich des Kabinettsbeschlusses über den Entwurf des Zweiten Hessischen Bürokratieabbaugesetzes. Viele der vorgesehenen oder bereits in den letzten Monaten auf den Weg gebrachten Maßnahmen gehen nach Einschätzung der Wirtschaft in die richtige Richtung – entscheidend werde nun die konsequente Umsetzung und weitere Entlastungsschritte sein.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass Hessen den eingeschlagenen Kurs beim Bürokratieabbau fortsetzt“, sagt HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es mehr Tempo bei Entlastung und Modernisierung.“
„Für Betriebe, die investieren, Fachkräfte gewinnen oder Projekte zügig umsetzen wollen, kommt es auf schlanke und verlässliche Verfahren an“, sagt auch HIHK-Vizepräsident Ulrich Caspar. „Wenn das zweite Gesetz hier zusätzliche Verbesserungen bringt, ist das ausdrücklich zu begrüßen.“
Besonders relevant für den Wirtschaftsstandort sind die Erleichterungen beim Bau von Straßen, Brücken und anderer Infrastruktur. Wenn die Planungssicherheit erhöht wird, können Projekte verlässlicher und schneller vorankommen. Für die Wirtschaft ist das entscheidend: Leistungsfähige Verkehrswege sind Voraussetzung für Investitionen, Lieferketten und die Mobilität von Beschäftigten.
Bei aller Anerkennung für die Richtung sieht der HIHK aber auch weiteren Handlungsbedarf. „Umso bedauerlicher ist, dass der Gedanke der Entbürokratisierung nicht in allen Bereichen gleichermaßen so konsequent aufgegriffen wurde. Gerade im Denkmalschutzrecht wäre mehr Mut zu praxistauglichen Vereinfachungen sinnvoll gewesen“, so Caspar weiter.
Für den HIHK steht deshalb fest: Das zweite Hessische Bürokratieabbaugesetz kann ein weiterer sinnvoller Schritt sein – es darf aber nicht der letzte bleiben. Bürokratieabbau muss als dauerhafte Modernisierung von Verwaltung und Gesetzgebung verstanden werden. Wo Verfahren einfacher, digitaler und planbarer werden, stärkt das Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und den Wirtschaftsstandort Hessen insgesamt.