Finanzierung für Neu- und Ausbauprojekte der Schieneninfrastruktur sichern

29. Juni 2026
Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) fordert Bund und Länder auf, die Finanzierung wichtiger Neu- und Ausbauprojekte der Schieneninfrastruktur dauerhaft sicherzustellen. Hintergrund sind aktuelle Entscheidungen im Rahmen der sogenannten „Fulda-Runde“ zur Finanzierung von Bahnprojekten, die die Fortführung von Planungen und die Umsetzung zentraler Infrastrukturvorhaben gefährden könnten. Zahlreiche für Hessen und den bundesweiten Verkehr bedeutende Projekte wie der Fernbahntunnel Frankfurt, der Ausbau der Strecke Hanau–Fulda sowie die Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim könnten davon betroffen sein.
Aus Sicht des HIHK ist eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie die zuverlässige Abwicklung von Personen- und Güterverkehren. Aufgrund seiner zentralen Lage kommt Hessen hierbei eine Schlüsselrolle für die Verkehrsströme in Deutschland zu.
Ulrich Caspar, Vizepräsident des HIHK, erklärt: „Die Schiene ist ein entscheidender Standortfaktor für Hessen und Deutschland. Ein Stopp oder eine Verzögerung bereits angestoßener Projekte würde die Leistungsfähigkeit unserer Verkehrsnetze langfristig schwächen und die wirtschaftliche Entwicklung vieler Unternehmen beeinträchtigen.“ Der HIHK appelliert daher an die politisch Verantwortlichen für eine verlässliche Finanzierung bereits begonnener Planungen sowie für die zügige Umsetzung von Neu- und Ausbauvorhaben zu sorgen.
Neben der Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel durch den Bund spricht sich der HIHK dafür aus, für einzelne Projekte ergänzende Finanzierungswege zu prüfen. Caspar ergänzt: „Gerade wenn es um wichtige Infrastrukturprojekte geht, wäre eine Prüfung alternativer Finanzierungsansätze eine Möglichkeit, um die knappen öffentlichen Mittel mit privatem Kapital zu hebeln und dadurch Projekte schneller zu realisieren.“