Monitoring-Bericht zur Energiewende in Hessen: Hessische Wirtschaft sieht Erfolge, warnt aber vor zu hohen Belastungen

17. Dezember 2019 – Anlässlich der heutigen Vorstellung des Energiemonitoring-Berichts 2019 durch Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir und des Kompromisses der Verhandlungspartner im Vermittlungsausschuss zum Klimapaket der Bundesregierung äußert sich Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages:
"Die hessische Wirtschaft steht hinter der Energiewende. Es ist ein Erfolg, dass mittlerweile knapp 25 Prozent des Stroms, der in Hessen verbraucht wird, aus hessischen erneuerbaren Energien stammt. 
Damit die Energiewende erfolgreich verläuft, muss der künstlich durch Abgaben und Steuern verteuerte Strom aus erneuerbaren Quellen günstiger werden. Die geplante Senkung der EEG-Umlage ist ein Schritt in die richtige Richtung. Sie macht erneuerbaren Strom gegenüber anderen Energieträgern preislich wettbewerbsfähiger.
Die geplante Senkung der EEG-Umlage ist aber kein Allheilmittel. Denn viele mittelständische Industriebetriebe und Logistik-Unternehmen in Hessen sind noch auf Gas und Diesel angewiesen. Sie können nicht einfach auf Strom umsteigen. Es ist dringend erforderlich, solche Unternehmen zusätzlich zu entlasten. Die Energiewende kann nur mit der Wirtschaft gestemmt werden; sie darf deren Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit nicht gefährden."