HIHK lehnt Mietpreisbremse und Mietendeckel ab

4. September 2019 – Anlässlich der heutigen Debatte im hessischen Landtag über die Mietpreisbremse und Deckelung von Mietpreisen äußert sich Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertag e.V. (HIHK), zum Thema:
„Durch die Mietpreisbremse oder Deckelung von Mietpreisen wird kein Quadratmeter Wohnraum geschaffen. Beide Instrumente sind aus Sicht der Wirtschaft ungeeignet, um die angespannte Wohnungssituation zu entspannen. Sie schränken zudem marktwirtschaftliche Grundprinzipien wie eine freie Preisbildung und die Vertragsfreiheit im Bereich Miete ein.
Für die Fach- und Führungskräfte unserer Mitgliedsunternehmen ist es wichtig aus einem breiten Preissegment an Wohnungen wählen zu können. Das passiert nicht durch Einschränkungen des vorhandenen Wohnungsbestandes, sondern kann nur durch die Erhöhung des Angebots erfolgen.
Hessen bleibt für Fachkräfte nur dann attraktiv, wenn auch ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Die Landespolitik muss gezielt Anreize schaffen, damit die hessischen Kommunen mehr Flächen für Wohnen ausweisen. Hier liegt der Engpass – und damit auch die Antwort auf die Wohnungsproblematik. Parallel dazu kann die bessere verkehrliche Anbindung des Umlandes erheblich zur Entlastung der Ballungsräume beitragen.“
Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) bündelt die landespolitischen Aktivitäten der zehn hessischen IHKs. Er vertritt damit rund 400.000 Unternehmen mit rund 1,8 Mio. Beschäftigten in Hessen.