Geflüchtete können durch Berufsausbildung zu Fachkräften werden

30. September 2019 –  Anlässlich des Flüchtlingsgipfels, der am 1. Oktober im Kanzleramt stattfindet, äußert sich Kirsten Schoder-Steinmüller, Vizepräsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages: 
„16 Prozent der Ausbildungsbetriebe in Deutschland bilden derzeit Geflüchtete aus. Auch die hessischen Ausbildungsbetriebe leisten einen großen Beitrag zur Integration. Die hessische Initiative ‚Wirtschaft integriert‘ hat kürzlich die ersten 58 Geflüchteten zum Berufsabschluss geführt. 

Damit Geflüchtete zu Fachkräften werden können, sind deutsche und berufsbezogene Sprachkenntnisse unerlässlich. Hier gibt es noch viel zu tun. Ein Integrationskurs reicht für den Betriebsalltag in der Regel nicht aus. Geflüchtete brauchen mehr passende Sprachangebote. Es kommt darauf an, die Sprachkurse räumlich und zeitlich flexibler sowie inhaltlich praxisnäher zu gestalten. 

Durch eine Berufsausbildung können Geflüchtete zu dringend gesuchten Fachkräften werden.  Aktuell fehlen in Hessen bereits 184.000 Fachkräfte. Nach Berechnungen des HIHK könnte in hessischen Unternehmen bis zum Jahr 2030 jede siebte angebotene Stelle unbesetzt bleiben.“