BIP in Hessen: Wirtschaft stemmt sich gegen die Krise

24. September 2020 - Anlässlich der heute vorgestellten Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes zum Bruttoinlandsprodukt in Hessen im ersten Halbjahr 2020 äußert sich Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK):
„Hessens Wirtschaft stemmt sich mit aller Kraft gegen die historische Krise. Zwar ist das hessische Bruttoinlandsprodukt im Krisenhalbjahr erwartungsgemäß stark zurückgegangen. Die aktuellen Daten stimmen aber vorsichtig optimistisch. Trotz aller Widrigkeiten erwirtschaften Hessens Unternehmen weiterhin enorm viele Güter und Dienstleistungen. Damit sichern sie den Wohlstand unseres Landes. Und sorgen dafür, dass die Steuereinnahmen nicht noch geringer ausfallen.
Um Hessens Wirtschaftskraft zu erhalten, dürfen die hessischen Betriebe aber nicht zusätzlich belastet werden. Höhere Steuern und bürokratische Gesetzesvorhaben wie das Unternehmensstrafrecht oder das Lieferkettengesetz tragen nicht zu ihrer Erholung bei. Das gilt insbesondere für die vielen exportstarken hessischen Betriebe. Sie können nur dann im Wettbewerb erfolgreich sein, wenn sie im Vergleich zu ihren internationalen Konkurrenten nicht mit deutlich höheren Steuer- oder Bürokratielasten konfrontiert sind. Zudem muss es uns gelingen, den besonders von der Pandemie betroffenen Betrieben, etwa aus den Bereichen Luftfahrt, Reisen, Messen und Veranstaltungen und Gastronomie, eine positive und verlässliche Perspektive zu geben.   
Die Auswertung zum hessischen Bruttoinlandsprodukt zeigt: Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft sind und waren hilfreich, um die akute Krise zu überstehen. Am besten ist den Betrieben aber geholfen, wenn sie Freiräume haben, um unternehmerisch tätig sein können.“