Hessische Wirtschaft begrüßt Gesetzesentwürfe zur Fachkräfteeinwanderung

Bundesrat berät Fachkräfteeinwanderungsgesetz


14. Februar 2019 – Zur anstehenden ersten Beratung der beiden Gesetzesentwürfe zur Fachkräfteeinwanderung und zum Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung im Bundesrat betont der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) die Bedeutung entsprechender Regelungen auch für die hessische Wirtschaft.
„Mit dem vorhandenen Fachkräftepotential werden wir den Bedarf unserer Wirtschaft in Zukunft kaum decken können. Es braucht daher klare Regelungen und Anreize, um den Zuzug von Fachkräften zu stärken“, so HIHK-Geschäftsführer Robert Lippmann. „Ein zeitgemäßes Fachkräfteeinwanderungsgesetz löst sicher nicht alle Engpässe am Arbeitsmarkt, ist aber ein großer Schritt in die richtige Richtung.“
„Wir begrüßen insbesondere den Wegfall der Beschränkung auf Engpassberufe und der Vorrangprüfung, womit der Zugang für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten zum deutschen und damit auch zum hessischen Arbeitsmarkt deutlich erleichtert wird“, erläutert Sebastian Trippen, Federführer Fachkräftesicherung des HIHK. Wichtig sei außerdem, dass weiterhin auch die Teilanerkennung eines Berufsabschlusses zu einer Aufenthaltserlaubnis führen kann.
Anpassungsbedarf sieht die IHK-Organisation unter anderem noch bei den restriktiven Regelungen der Ausbildungsduldung oder der Frage, wie die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsabschlüssen gehandhabt werden soll. Hier könne die Beratung im Bundesrat die Weichen richtig stellen. Wichtig sei zudem, die Umsetzung der Gesetze mit konkreten Maßnahmen zu begleiten. So bedürfe es neben einer intensiven Bewerbung der neuen Möglichkeiten auch Unterstützung der Betriebe bei der Personalsuche im Ausland. Über alle Bundesländer hinweg müssten zudem einheitliche, bürokratiearme und effiziente Verfahren angestrebt werden, die vor allem lange Wartezeiten für Visa und bei der Anerkennung von Qualifikationen vermeiden.